Von Google lernen …

Google gilt als eines der innovativsten Unternehmen weltweit. Die Leiterin des Produktmanagements, Marissa Mayer hat die 5 zentralen Innovationsregeln des Konzern zusammengefasst:

  1. Teile alle Informationen deines Unternehmens, die du teilen kannst: Bei Google schreiben die Mitarbeiter jeden Montag eine E-Mail an einen internen Verteiler, in der sie 5 bis 7 Punkte festhalten, woran sie in der letzten Woche gearbeitet haben.Auf diese Weise wird eine gigantische Datenbank sowohl der aktuellen als auch der vergangenen Projekte und damit ein Expertisefeld geschaffen, das dabei hilft, zukünftige Probleme zu lösen.Für Unternehmen, die nicht auf das Durchsuchen von Datenbanken spezialisiert sind, gibt es inzwischen zahlreiche kommerzielle und weitaus praktikablere Tools, um das Teilen von Informationen im Unternehmen einfach und schnell zu gewährleisten. Allen voran sind hier Wikis und soziale Firmen-Netzwerke zu nennen.
  2. Eine Lizenz zur Traumerfüllung: Googles 20-%-Regel, nach der Mitarbeiter einen Tag in der Woche für eigene Projekte nutzen dürfen, ist sehr erfolgreich und wahrscheinlich das meistzitierte Beispiel für eine gesunde und innovative Firmenkultur im 21. Jahrhundert.Die Wahrheit aber ist, dass kaum jemand im Unternehmen die Zeit wirklich immer voll ausnutzt – obwohl bis zu 50 % der Innovationen in dieser Zeit entwickelt werden.Innovationen brauchen Freiräume, und seien sie noch so klein. Es ist die gefühlte Freiheit, das Versprechen des Möglichkeitsraums, das Ihre Mitarbeiter dazu beflügelt, sich selbst in ihrer Arbeit zu verwirklichen und nicht nur an den eigenen Träumen, sondern auch an der Innovationskraft des Unternehmens hart zu arbeiten.
  3. Daten als unpolitisch betrachten: Auch wenn die Google-Entwickler sich von ihren Träumen leiten lassen, im Herzen sind sie doch Informatiker, Mathematiker und Naturwissenschaftler: Bei wichtigen Entscheidungen lassen sie die Daten sprechen. Jede Möglichkeit wird einer experimentellen Untersuchung unterzogen.Verschiedenen Nutzern werden so beispielsweise im laufenden Betrieb des Suchmaschinendienstes auch verschiedene Designs oder Features am Bildschirm angezeigt, um zu entscheiden, welche zu weniger Fehlern, schnelleren Ergebnissen oder einer verstärkten Nutzung führen.Expertenmeinungen, Consultants und Fokusgruppen können Ihre Entscheidungsfindung unterstützen. Am Ende sollten Sie aber die Fakten für sich sprechen lassen. Dabei ist ein experimentelles Vorgehen durch nichts zu ersetzen.
  4. Evolution statt totaler Perfektion: Ideen werden so schnell wie möglich online gestellt, damit sie von möglichst vielen Nutzern getestet und bewertet werden können.Von da an werden dann beständig kleine und große Verbesserungen vorgenommen, bis schließlich, nach einer langen Folge von Innovationsschritten, ein fertiges und voll funktionsfähiges Produkt online steht.Im produzierenden Gewerbe wäre es sicherlich gefährlich, so vorzugehen, doch das frühe Testen von Prototypen und die Einbeziehung der Endkunden können in allen Branchen hilfreich sein.
  5. Projekte nicht beenden, sondern immer wieder verändern. Wenn ein Projekt einmal online gestellt wurde, wird es nicht leichtfertig wieder vom Netz genommen – selbst wenn es nicht erfolgreich ist. Hintergrund: Wenn es eine Idee durch die ersten Bewertungsrunden geschafft hat und sich so viele gute Leute intern damit beschäftigt haben, dann muss laut Google „etwas dran sein“.Statt also das komplette Projekt einzustampfen, wird herauszufinden versucht, welche Details dazu geführt haben, dass es als potenziell erfolgreich eingeschätzt wurde, und welche Teile davon in andere bestehende oder zukünftige Projekte integriert werden können.Schaffen Sie eine Innovations-Pipeline. Bewahren Sie gute, aber verworfene Ideen, Konzepte und Prototypen auf, um sie zu einem späteren Zeitpunkt unter veränderten Bedingungen wieder einer Prüfung zu unterziehen oder sie bei anderen Vorhaben zum Cross-Innovieren zu verwenden.
Quelle: marketing-trendinformationen

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