4 Irrtümer zum Thema KARRIERE

Viele Manager, die nach ganz oben wollen, sehen dazu im regelmäßigen Unternehmenswechsel die besten Chancen. Doch das ist nur einer von vier gängigen Irrtümern. Eine Studie zeigt, wann es sich lohnt, eine neue Stelle anzunehmen und gibt Karrieretipps.

Irrtum 1Jobwechsler sind Gewinner

Die Vorstellung, schneller Karriere zu machen, wenn man sich öfter einen neuen Arbeitsplatz sucht, wird genährt von Karriereberatern. Sie empfehlen, immer auf Jobchancen außerhalb des Unternehmens zu achten. Doch die Daten belegen, dass umtriebige Manager nicht schneller aufsteigen als ihre sesshaften Kollegen.

Eine Studie, die von Monika Hamori (Harward Business Manager) durchgeführt wurde, untersuchte den Werdegang von 1001 CEO´s großer Unternehmen in 21 europäischen Ländern und in den USA. Das Resultat und die Schlussfolgerung daraus: Je länger jemand bei einem Unternehmen bleibt, desto schneller erreicht er die Spitze. Also, wechseln Sie Ihren Arbeitgeber nur dann, wenn es Ihre Chancen deutlich erhöht.

Irrtum 2 – Jeder Wechsel muss ein Aufstieg sein

Ein Jobwechsel, egal ob intern oder extern, muss nicht notwendigerweise immer eine Beförderung sein – trotz der gängigen Meinung, eine Karriere ginge immer aufwärts. In Wirklichkeit finden viele Jobwechsel auf gleicher Ebene statt, sogar bei relativ erfolgreichen Führungskräften.

TIPP: Wechsel auf der gleichen Karriere-Ebene machen sich dann gut in einem Lebenslauf, wenn das neue Unternehmen einen hohen Markenwert besitzt. Ein rascher Aufstieg ist kein Garant für langfristigen Erfolg. Oft zahlt sich niedrigeres Tempo mit einer Mischung aus (nicht zu häufigen) Wechseln auf gleicher Ebene und Aufstiegen besser aus.

Irrtum 3 – Große Unternehmen, große Karriere

Untersuchungen zeigen, dass Führungskräfte, die von bekannten Unternehmen weggehen, eher zu kleineren, weniger bekannten Firmen wechseln. Die Studie zeigt, diejenigen, die zu weniger bekannten oder weniger angesehenen Firmen wechseln, steigen häufig in eine bessere Position auf oder erhalten einen wohlklingenderen Titel. Anders ausgedrückt könnte man sagen, sie schlagen Kapital aus dem Ansehen ihres früheren Arbeitgebers. Umgekehrt scheinen diejenigen, die zu angeseheneren Unternehmen wechseln, eher bereit zu sein, einen Rückschritt zu machen, was ihre Position angeht – sie zahlen sozusagen einen Preis für ein gewisses Ansehen des Unternehmens.

TIPP: Sie sollten sich auf jeden Fall bemühen, so früh wie möglich im Laufe Ihrer Karriere zu angesehenen Unternehmen zu kommen. Gehen Sie nur dann zu weniger bekannten Unternehmen, wenn die Karriereaussichten sehr vielversprechend sind!

Irrtum 4 – Branchenwechsel werden bestraft

Die Studie zeigt weiters, dass ein Branchen- oder Tätigkeitswechsel kein Rückschlag in der Karriereentwicklung bedeuten muss. (49 % der CEO´s der größten europäischen Firmen verfügen über Erfahrung in mehr als einer Branche.)

TIPP: Suchen Sie taktisch klug nach Branchen, in denen Ihre Fähigkeiten ein echter Pluspunkt sind. Wichtig dabei: Überprüfen Sie jede Entscheidung genau und lassen Sie dabei gängige Meinungsbilder und Mutmaßungen anderer Menschen außen vor. Entscheiden Sie am Besten nach Ihrer Intuition bzw. Ihrer inneren Stimme!

Quelle: Monika Hamori

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