Die Komfortzone verlassen …

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Herr Huber arbeitet im Verkauf und soll immer wieder Kaltakquise machen. Das heißt, fremde Menschen, die er nicht kennt anrufen und versuchen,  einen Besuchstermin zu vereinbaren. Doch jedes mal entsteht ein Schmerz in ihm. Immer wieder nimmt er sich vor, die Anrufliste abzuarbeiten. Aber wenn es dann soweit ist, findet er immer wieder alle möglichen  Ausreden: Schlechter Zeitpunkt, es gibt noch wichtigere Dinge zuerst zu tun, schnell noch die Mails checken, Termine werden bewusst eingeschoben, usw.

In Wirklichkeit ist Herr Huber mit sich selbst unzufrieden. Er weis auch genau was er tun müsste, um das zu ändern. NUR, warum tut er es dann nicht?

Weil er, wie die meisten von uns, in einer Komfortzone leben!

In  der Komfortzone fühlen wir uns vertraut und meistens wohl, denn die Konsequenzen unseres Handelns sind weit weg. In der Komfortzone vermeiden wir vor allem den Schmerz der Anstrengung und die Angst vor Unsicherheit und Veränderung.

Die Komfortzone ist behaglich und vertraut, wenn man sie immer wieder aufsucht. Sie kann aber auch zum Problem werden, wenn wir aus Angst vor dem Unangenehmen, dringend notwendiges Handeln unterlassen. In Wirklichkeit engt uns diese Komfortzone stark ein.

Erst wenn wir den Schmerz, der mit einer Veränderung einhergeht, bejahen, öffnen sich völlig neue Freiräume und Chancen. So muss ich als Verkäufer auch lernen mit Ablehnung umgehen zu lernen.

Hier eine kleine Anleitung zum Ausbrechen aus der Komfortzone von Roland Kopp-Wichmann, geschrieben in seinem Persönlichkeits-Blog:

  • Die Komfortzone verlassen, fällt leichter, wenn man sich das Schmerzparadox bewusst macht: „WENN SIE AUF DEN SCHMERZ ZUGEHEN, NIMMT ER AB – WENN SIE VOR IHM ZURÜCKSCHRECKEN, NIMMT ER ZU!“
  • Konzentrieren Sie sich auf den Schmerz, den Sie sonst vermeiden. Stellen Sie sich den Schmerz als eine Wolke vor, die vor Ihnen erscheint. Schreien Sie im Stillen: “Schmerz, komm her!”
  • Schreien Sie im Stillen: “Ich liebe den Schmerz!” während Sie sich auf den Schmerz zu bewegen. Gehen Sie auf diese Weise tief in den Schmerz hinein, bis sie mit ihm eins werden.
  • Fühlen Sie dann, wie die Wolke Sie „ausspuckt“ und sich hinter Ihnen wieder schließt. Sagen Sie innerlich zu sich: “Der Schmerz befreit mich.”
  • Für Herrn Huber heißt das, sich konsequent hinzusetzten und „Kaltakquise“ am Telefon betreiben. Jeden Tag, mehrere Stunden, über mehrere Wochen hinweg. Dann wird der Schmerz immer mehr weichen. Nur so kann er den inneren Schweinehund  überwinden – und den Schmerz langfristig besiegen.

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