Zukunftsaussicht: Frauen im Vertrieb

© Picture-Factory – Fotolia.com


Warum wollen Frauen lieber im Bereich Marketing & PR arbeiten, obwohl die Karrierechancen für Jobs im Vertrieb hoch sind? Wie kann so eine Berufslaufbahn ausschauen und sind Vertriebsjobs mit einer Familienplanung vereinbar?
Warum bewerben sich so wenige Frauen für Vertriebspositionen?

Die Gründe für diesen auffälligen, langanhaltenden Trend sind vielfältig. Erstens wissen viele Frauen zu wenig oder gar nichts von den Karrierechancen im Vertrieb. Oft fehlt ganz einfach jemand, der uns auf neue Karriereoptionen aufmerksam macht, die für uns wie geschaffen sind, an die wir aber nicht sofort denken. Damit zusammenhängend stehen auch die vielen Mythen, die sich um den Vertrieb ranken und die unhinterfragt akzeptiert werden. Bspw. glauben viele, dass sich eine Vertriebstätigkeit im Außendienst für Frauen mit Familie und Kindern wegen der unregelmäßigen Arbeitszeiten und der hohen Reisetätigkeit nicht vereinbaren lässt. Also bewerben sich diese Frauen erst gar nicht. Schade, denn richtig ist: Zwar stimmt es, dass Teilzeit im Vertrieb nicht möglich ist, aber abhängig von Branche und Zuständigkeitsgebiet gibt es ja unterschiedlichste Positionen, auf die frau sich gezielt bewerben kann, weil sie zu ihrer individuellen Situation passen. Vertrieb und Familie ist durchaus vereinbar.

Noch ein ganz wichtiger Punkt ist das schlechte Image des Vertriebs und die vielen unhinterfragten Vorurteile, die diesbezüglich leider noch immer existieren. Natürlich gibt es sie, die vielzitierten „Keiler“, die alles an den Mann und an die Frau bringen wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber schwarze Schafe gibt es schließlich in jedem Beruf. Oft wird auch gesagt: „Der hat nichts anderes gelernt, darum ist er ‚Vertriebler‘geworden“. Das ist ein völlig falsches Bild! Je spezialisierter eine Vertriebs-Position ist, desto mehr Spezial- und Fachwissen ist notwendig. Ist bspw. jemand für einen internationalen Konzern im Vertrieb tätig, der hochkomplexe Produkte im Technikbereich verkauft, ist ein Studium an der TU notwendig, um das entsprechende Know-how beitragen zu können. Neben der fachlichen Kompetenz muss der erfolgreiche Vertriebler außerdem viele Soft Skills mitbringen und ein guter Kommunikator sein. Das ist eine ganze Menge, die ein „Vertriebler“ können muss und alles andere als ein Job, den jeder machen kann!

Als weiterer Grund ist noch zu nennen: Manche Frauen haben, auch oft im Vorfeld Bedenken, weil sie allein als Frau in eine Männerdomäne einsteigen. Das kann auch in manchen Fällen eine Einstiegshürde sein. Auch hier heißt es: Nachfragen und einen Realitäts-Check machen. Oft ist alles ganz anders als erzählt wird.

All die Vorurteile haben dazu geführt, dass Frauen oft ins Marketing strömen und die Option Vertrieb nicht einmal in Betracht ziehen. Sie gehen in einen völlig überlaufenen Bereich, bei dem die Nachfrage nach Stellen in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Angebot steht, weil einfach alle dasselbe wollen. Viele wissen nicht, dass es bislang viel mehr Vertriebsleiter denn Marketing-Leiter auf den Vorstandposten eines Unternehmens geschafft haben. Warum? Weil ihre Leistungen im Vertrieb genau gemessen werden können – im Marketing jedoch nicht. Wem es wichtig ist aufzusteigen, sollte solche Tatsachen nicht ignorieren.

Die Antwort auf alle oben genannten Fragen finden Sie in einem Interview von Frau Hanna Bachinger auf dem Internetportal: typischich.at der Zeitschriften „WienerIn“ und „Diva“.

Tags:
, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Abgelegt in:
Aus dem Leben, Frauen, Kommunikation, Kundenbeziehung, Nachhaltigkeit, Verkäufer, Verkäuferentwicklung, Zukunft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.