„Dienen“ im Vertrieb

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Die heutigen Konsumenten sind informierter und fordernder als je zuvor, und zudem haben Sie auch weniger Zeit und dabei immer mehr Auswahl.

Um als Marke bzw. Unternehmen weiter wachsen zu können muss man trotzdem nur eine Regel beachten: Werden Sie zum TREUEN BEDIENSTETEN – werden Sie zum Diener Ihrer Kunden. Damit ist aber nicht nur gemeint, dass Sie einfach nur einen tollen Kundenservice anbieten sollen*. SERVILE (BEDIENSTET) bedeutet, dass Sie Ihre Marke zu einem „Lifestyle-Butler“ machen, der Ihren Kunden jeden Wunsch von den Augen abliest – egal wann und wo.

* Ein toller Kundendienst sollte trotzdem eine Priorität sein: Eine Untersuchung von American Express fand 2011 heraus, dass 70% aller Amerikaner mehr Geld für Marken ausgeben würden, die tollen Service anbieten. 60% glauben gleichzeitig, dass Marken nicht genug in Kundenzufriedenheit investieren.

Da Konsumenten zunehmend nur noch einander vertrauen (Empfehlungen), wird es für Marken immer schwieriger ihr Image zu kontrollieren. Ein weiterer Grund, um „SERVILE“ (Butler des Kunden) zu werden und die Wünsche Ihrer Konsumenten über Ihre eigenen zu stellen.

Was heißt jetzt eigentlich SERVILE für Ihre Marke?

  • Die Kunden verstärkt vom dem eigentlichen Kauf testen lassen: „Ausprobieren“ und damit Sicherheit für die Kaufentscheidung vermitteln.
  • Kunden dabei helfen alles im Griff zu behalten bzw. Konsumenten zu helfen alles in Echtzeit zu finden: Hier geht es darum schnell die notwendige Information zur Verfügung zu stellen (z.B. mittels eines Apps).
  • Kunden zu helfen alles in Echtzeit zu verstehen: Durch spezielle Übersetzungs-Apps ist der Kunde immer in seiner Sprache informiert.
  • Da zu sein, wenn die Kunden einen wirklich brauchen – auch wenn sie das selbst noch nicht wissen. Ein dazu passendes Beispiel von IKEA: Befristete Mietverträge in Quebec (Kanada) enden häufig am 1. Juli, wodurch an dem Tag immer sehr viele Menschen umziehen und Dinge wie Umzugskartons häufig vergriffen sind. Letztes Jahr hängte IKEA 2000 Kartons wie Poster in der ganzen Stadt auf. Auf den Kartons standen Slogans, die die Bewohner ermutigten, sie mitzunehmen, und enthielten außerdem Rabattgutscheine für neue Möbel.
  • Da eingreifen, wo es z.B. die öffentliche Verwaltung oder der Staat nicht tun.Beispiel: ein südafrikanisches Versicherungsunternehmen, das Verkehrswächter für Johannesburg, Kapstadt und Tshwane stellt und so Stau und Unfälle verhindert.
  • Konsumenten helfen, Geld zu sparen: z.B. wenn eine Telefongesellschaft Telefonrechnungen seiner Kunden analysiert.
  • Kunden helfen, den Tag erfreulich zu beginnen: z.B.: Ein eigenes App, das wie ein normaler Wecker funktioniert. Über eine Verbindung zu örtlichen Wetterinformationen kann sie den Benutzer aber auch früher wecken, wenn es z. B. während der Nacht unerwartet geschneit hat oder es glatt ist.
  • Kunden einen nahtlosen Service anbieten, den sie so nicht erwarten.

Weitere interessante Beispiele finden Sie bei trendwatching.com.

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2 Kommentare zu „Dienen“ im Vertrieb

  1. Siegfried Langbein sagt:

    Schönes Bild, interessanter Beitrag. Dienstleistungsmentalität, ja.
    Der Butler hat als gefragter Spezialist einen Hochstatus.
    Das Wort Servile hat für mich allerdings die negative Assoziation „unterwürfig“.

  2. admin sagt:

    Ja, da haben Sie recht. Dieser Trend „servile Brands“ wurde von Trendwatching.com so getauft. Vielleicht wäre „serve“ besser gewesen.

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