Wie viel bin ich wert? Tipps für die Gehaltsverhandlung

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„Welches Einstiegsgehalt erwarten Sie?“, fragt der Personalchef.

Oft zuckt der Bewerber ratlos die Schultern und bittet um ein Angebot. Gerade Berufseinsteiger können schlecht einschätzen, welches Gehalt für sie adäquat ist. Und wenn sie es doch können, haben sie oft Hemmungen, zuviel zu fordern. Die Befürchtung, eine zu hohe Forderung würde sie aus dem Rennen werfen, herrscht vor.  Denn oft wird geglaubt, je billiger ein Bewerber ist, desto größer sind angeblich seine Jobchancen.

Aber dieser Gedanke führt meistens in die Irre, denn die Firmen wollen nicht die billigsten Bewerber, sondern die besten. Und jeder weiß: Qualität hat ihren Preis! Wer ein ordentliches Gehalt fordert und sich gut verkauft, setzt damit ein Signal im Hinblick auf seine persönliche Stärke.

  1. Recherchieren Sie vor Ihrem Bewerbungs- bzw. Gehaltsgespräch, welche Gehälter werden für diese Position üblicherweise bezahlt? Nutzen Sie dabei Gehaltsvergleiche im Internet oder Gespräche mit Kollegen. So erfahren Sie eine gewisse Spannbreite der möglichen Gehälter.
  2. Fragen Sie sich auf jeden Fall die wichtigste aller Fragen, bevor Sie ein Gespräch beginnen: Wie groß ist der Nutzen, den ich der Firma biete? Nur so gehen Sie auch mit der richtigen Einstellung in die Verhandlung.
  3. Bedenken Sie: die erste Zahl, die bei der Verhandlung im Raum steht, setzt den Maßstab. Kommt Ihnen die Firma mit einem mickrigen Angebot zuvor, fällt es schwer, diese Zahl deutlich nach oben zu handeln – nicht aus logischen, sondern aus psychologischen Gründen. Umgekehrt: Haben Sie zuerst eine anständige Forderung in den Raum gestellt und gut begründet, tut sich die Firma schwer, diesen Betrag wesentlich zu drücken – sofern Sie wirklich der Wunschkandidat sind. 
  4. Es braucht immer beherzte Forderungen, um beherzte Zusagen zu bekommen!
  5. Gerade Frauen verkaufen sich oft unter ihrem Wert. Also mehr Mut auch bei Gehaltsverhandlungen!
Ein Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach besagt: „Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst, und tausendmal, bevor du verlangst.“
Dieser Ratschlag ist auf jeden Fall einer, den Sie bei Gehaltsverhandlungen befolgen sollten!
Quelle: Zeit Online

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