Der Vertrieb der Zukunft bei Mercedes Benz

© Mercedes Benz Pressefoto

Die neue Dienstleistungsmarke „Mercedes me“ ist der nächste logische Schritt im Rahmen der Vertriebs- und Marketinginitiative „Mercedes-Benz 2020 – Best Customer Experience“. Bis zum Jahr 2020 sollen nicht nur neue Produkte und Fahrzeugsegmente für mehr Wachstum sorgen, sondern auch die punktgenaue Anpassung der Vertriebsorganisation und des Marketings an die sich ändernden Kundenwünsche und -bedürfnisse. „Best Customer Experience“ bündelt dabei eine Vielzahl neuer Ansätze in Marketing, Vertrieb und After-Sales, um dem Kunden ein konsistentes Premium-Markenerlebnis über alle Markenkontakte hinweg zu bieten.

Warme Farben, sanfte Hintergrundmusik, Lounge-Atmosphäre und eine wunderbare Bar: So stellt sich die Firma Daimler mit der Marke Mercedes Benz die Zukunft im Endkundengeschäft vor. Am Ballindamm in Hamburg, eine der feinsten Adressen, mit Blick auf die Binnenalster, sollen zukünftig Passanten nicht mehr nur Bekleidung und noble Markenware auf dem benachbarten Jungfernstieg kaufen, sondern auch Autos – am besten gleich im Vorbeigehen.

Um bis 2020, wie vom Konzern geplant, größter Hersteller von Premiumautos zu werden, muss das Unternehmen einiges tun. Deshalb will Mercedes auch unbedingt dorthin, wo die Kunden sind – also ins Stadtzentrum und nicht in die Gewerbegebiete. Während man mit dem Shop in der Hamburger Innenstadt die Zukunft darstellt, sind andere deutsche Verkaufsstandorte vielleicht bald schon Vergangenheit – zumindest unter dem Konzerndach von Daimler. Denn der Autokonzern will viele seiner Autohäuser verkaufen und damit sein eigenes Händler-Netz straffen.

Mercedes me„-Filiale bei der Eröffnung in Hamburg.

In Hamburg spürt man davon nichts. Der City-Store, der letzte Woche eröffnet wurde, ist die erste Filiale unter dem neuen Namen Mercedes Me. Auf ca. 350 Quadratmetern ist Platz für vieles, beispielsweise einem Café, einer Event-Location oder einer Kunstausstellung. Autos gibt es auch, aber nur eines. Denn Autos stehen hier nicht im Vordergrund. Das ist auch so gewollt. Die Filiale soll zum Verweilen einladen, es geht nicht um „hardselling“, wie es Vertriebschef Ola Källenius ausdrückt. Es geht einzig um die Marke. Auch die anderen 20 geplanten City Stores, die es rund um den Globus bereits gibt, werden in den nächsten Monaten nach Hamburger Vorbild umgebaut. Außerdem will Mercedes bis zum Ende des Jahrzehnts noch einmal so viele neue Läden aufmachen.

Mercedes Me ist somit ein wesentlicher Teil der groß angelegten Strategie „Best Customer Experience„. Das Ziel: Vertrieb, Service und Kundenmanagement sollen einfacher, direkter und kundenfreundlicher gestaltet werden. Auf der gleichnamigen Plattform im Internet bietet die Marke natürlich auch all diese Dienstleistungen rund um das Auto aus einer Hand an: Ob Versicherung, Probefahrt, Leasingangebote oder Werkstatttermin und selbstverständlich auch einen Online-Shop.

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2 Kommentare zu Der Vertrieb der Zukunft bei Mercedes Benz

  1. Wenn Unternehmen sich heute entscheiden, den Verkauf oder das Verkaufen in den Hintergrund zu stellen, und dem Kunden mehr als nur das Produkt zu präsentieren, so finde ich diese Entscheidungen toll. Mercedes braucht Mercedes als Auto nicht bewerben, das kennt jeder. Aber wenn Mercedes sich als Treffpunkt, als Lokation des Zusammenkommen präsentiert, dann fängt man an, über den Tellerrand zu blicken. Und nebenbei, bin ich mir sicher, verkaufen sie auch Autos.
    Tolle Idee, schon ziemlich dynamisch…
    Michael Baumgartner

  2. admin sagt:

    Freue mich über Deinen Kommentar. Bin absolut Deiner Meinung! SG Hans

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