Was können wir vom Fußball-Weltmeister lernen?

In kaum einer Sportart ist der TEAM-Gedanke und der TEAM-Spirit so wichtig wie im Fußball. Teamstärke siegt gegenüber individueller Stärke. Der deutsche Bundestrainer liefert uns ein Paradebeispiel für exzellentes Teambuilding. Und das mit einer Mannschaft, in der es nur A-Spieler gibt, mit außerordentlichen Talenten und Ambitionen, aber keine „außerirdischen“ Stars wie Messi oder Neymar. Ein solches Team zusammenzuhalten verlangt enorme Führungsqualität. Was können wir als Unternehmer und Manager daraus lernen? Einige Merksätze dazu!

„Der Teamgedanke“, so Löw, „schlägt im Zweifel den Individualismus.“ Das gilt für jeden.

1. Merksatz für Unternehmen:
Ein starkes und „eingespieltes“ Team ist wichtiger als einige Stars im Unternehmen. 

Aber erst unter Löws Leadership raufen sie sich zu einem Kollektiv zusammen. Dazu muss jeder im Team wissen, was von ihm erwartet wird, welche Aufgaben er zu erfüllen hat, wie er mit den anderen zusammenarbeiten muss, damit die Mannschaft bzw. das Unternehmen den größtmöglichen Erfolg erzielt.

2. Merksatz für Unternehmen:
Wer als Trainer/Manager/Führungskraft anhaltenden Erfolg haben will, muss nicht nur wissen, was er will, sondern vor allem, wie er dies unter Bedingungen erreichen kann, die ihm überwiegend vorgegeben sind (Markt) und die er nur zu einem gewissen Teil selbst beeinflussen kann.

Löw etablierte flache Hierarchien in der Mannschaft. „Die Art der Kommunikation“ nennt er als eines der wesentlichen Elemente seines Führungsstils. So verhält er sich auch. Er erklärt, hört zu, fragt nach, zeigt Respekt und Wertschätzung, benennt Stärken und offen auch Schwächen. Löw ordnet nicht von oben herab an, er will überzeugen und durch Erkenntnis wirken.

3. Merksatz für Unternehmen: 
In den meisten Unternehmen ist die interne Kommunikation völlig unzulänglich und damit fehlt es an Wertschätzung und Motivation.

Der Vorstand verkündet Strategien, doch die Mitarbeiter verstehen sie nicht richtig. Oft herrscht schon im Vorstand selbst Konfusion. Es hapert an der Zusammenarbeit.Die Entwicklung von Talenten stockt und damit die Entwicklung des gesamten Unternehmens. Mit jedem Mitarbeiter im Unternehmen Deutsche Fußballnationalmannschaft erarbeitet die Führungscrew ein detailliertes persönliches Entwicklungskonzept, immer neu abgestimmt nach erzielten Fortschritten.

4. Merksatz für Unternehmen: 
Talente sind das wichtigste Kapital des Unternehmens – deshalb fördere sie ganz gezielt.

Löw geht die lange Strecke in seinen Ergebnissen. Quartalsergebnisse sind seine Sache nicht. Er hat auch an sich selbst hart gearbeitet, eigene Defizite überwunden, unterstützt von einem externen Coach. Konflikten wich er gerne aus. Mittlerweile sagt er unmissverständlicher, was er will, erwartet und nicht durchgehen lässt.

5. Merksatz für Unternehmen:
Setze als Führungskraft auf langfristige Ziele und verfolge diese beharrlich und äußerst konsequent.

Löw denkt und arbeitet systematisch. Er vertraut nicht auf ein mysteriöses Bauchgefühl, sondern verfügt über ein Gesamtkonzept, in seinen eigenen Worten „eine Philosophie“.

6. Merksatz für Unternehmen: 
Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter „ein klares Gerüst an Werten haben“ und eine Vision. Das gibt ihnen Identität und Orientierung. Wer nach so markierten Werten handelt und Ziele verfolgt, braucht weder Anweisung noch übermäßige Kontrolle.

Joachim Löw ist der CEO der Firma „Deutsche Fußballnationalmannschaft“. Er hat Lahm, Schweinsteiger & Co mit strategischer Klarheit, Konsequenz und Beharrlichkeit zu spielerischem und kommerziellem Erfolg geführt. Versuchen Sie als Führungskraft einige dieser Erfolgsgeheimnisse auch in Ihrer täglichen Praxis anzuwenden (und hart an sich zu arbeiten) – dann werden auch Sie siegen!

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Ein Kommentar zu Was können wir vom Fußball-Weltmeister lernen?

  1. JuT sagt:

    Tolle Liste. Gerade das Setzen von langfristigen Zielen halte ich für unerlässlich – nur so weiß jeder, worauf er hinarbeitet. Danke für den Artikel 🙂

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