Transparenz als der Megatrend im Vertrieb

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Die Veränderungsdynamik der Arbeitswelt schreitet in rasender Geschwindigkeit voran. Mitarbeiter fordern mehr Autonomie, mehr Selbständigkeit im Tun, mehr Flexibilität – gerade die Spitzenverkäufer! „Diversität“ und Querdenkertum wachsen auf diesem Nährboden – und in der Folge Innovationen im Unternehmen.

Eine gute Entwicklung werden die Einen – die Veränderer – sagen, ein gefährlicher Trend die Anderen, die Autokraten, Patriarchen und Diktatoren. Aber ist deren Zeit nicht schon längst ausgestorben? Nein, sie gibt es noch, gerade in vielen Familienunternehmen und Mittelbetrieben – aber jetzt naht ihr Ende!

Das Zeitalter des mündigen und aktiv agierenden Arbeitnehmers hat begonnen. Die Transparenz in Unternehmen wird weiter zunehmen! Was in den Firmen geschieht, ist längst für die Öffentlichkeit sichtbar. Bewertungsportale, wie z. B. kununu, erleben regen Zustrom, Homeoffice und flexible Arbeitszeiten im Vertrieb werden salonfähig und die Gehälter werden immer transparenter – nicht nur firmenintern. Sich gegen diesen Trend zu wehren wird chancenlos bleiben.

Die gute Nachricht für Verkäufer dabei: Für Wissensarbeit (und dazu gehört auch der erklärungsbedürftige Verkauf) ist die Dauer der Arbeit irrelevant, was in Zukunft zählt, ist einzig und alleine das Ergebnis. Jene Unternehmen, die es nicht schaffen, flexible und kreative Bedingungen herzustellen, werden verlieren.

Anders ausgedrückt: Wer unter Employer Branding Hochglanzbilder und Marketing-Websites versteht, denkt viel zu kurzsichtig. Die Bedingungen und Rahmenbedingungen, die im Vertrieb in Zukunft herrschen, sind immer transparenter. Und die Spitzenverkäufer haben die Wahl wo sie arbeiten wollen.

Das wahrscheinlich transparenteste Unternehmen der Welt!

Für solche Entwicklungen wie oben beschrieben, gibt es immer extreme Beispiele als Vorreiter, die in der Realität heute schon existieren. Ein solches Beispiel ist die Firma Buffer. Buffer ist eine Social-Media-Firma: Mit ihrer Software lassen sich Beiträge in sozialen Netzwerken vorplanen. Es stellt einen Dienst zur Verfügung, mit dem Menschen in sozialen Netzwerken steuern können, wann genau sie sich zu Wort melden wollen. Auf das Timing kommt es an. Tweets, Facebook-Beiträge, Meldungen auf dem Karrierenetzwerk Linkedin: Alles wird vorgeschrieben und dann eine Uhrzeit genannt, zu der jener Beitrag veröffentlicht wird. Interessant ist das für Stars wie Arnold Schwarzenegger oder aber für Medienunternehmen wie das Time Magazine. Beide nutzen den Dienst. Buffer ist wahrscheinlich das transparenteste Unternehmen der Welt!

Die Firma Buffer hat keine Büroräume. Das ist im Internet nachzulesen, so wie fast alle anderen strategischen Entscheidungen. Der Umsatz wird in Echtzeit angezeigt, im vergangenen Jahr kamen acht Millionen Dollar zusammen. Wie viele Frauen und wie viele Männer beim Start-up arbeiten (deutlich mehr Männer), wie alt diese Menschen sind (größtenteils zwischen 25 bis 34), welchen Hintergrund sie haben (sehr wenige schwarze Menschen), und welche Bücher sie lesen, all das ist öffentlich.

Für die Mitarbeiter der Firma geht die Transparenz aber noch einen Schritt weiter. Sämtliche E-Mails sind öffentlich und für alle Kolleginnen oder Kollegen einsehbar. Jede Kommunikation wird geteilt. Alle wissen alles! Auch alle Gehälter sind jedem Mitarbeiter bekannt.

„Wenn du transparent bist, hast du 1000 Menschen, die für dich mitdenken und in den Systemen Fehler finden, die du dir erdacht hast. Das ist Gratis-Arbeit, die du nicht bekommst, wenn du etwas für dich behältst“, sagt Widrich der Firmengründer – übrigens ein Österreicher.

Transparenz als Schlüssel für den zukünftigen Erfolg? Erste Indizien gibt es bereits!

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