Unternehmensnachfolge

7 Tipps für eine erfolgreiche Unternehmensübergabe

Viele Unternehmensnachfolgen, besonders bei mittelständischen Unternehmen, scheitern aufgrund fehlender Planung. Schwierigkeiten entstehen vor allem dadurch, dass der Betrieb meist innerhalb der Familie weitergegeben wird – da kommen schnell Emotionen ins Spiel, die den Nachfolgeprozess ins Schwanken bringen. Damit Ihre Übergabe erfolgreich verläuft, haben wir hier ein paar Tipps für Sie: 

Der zeitliche Aspekt: Wann ist es denn soweit?

Oft fällt es Geschäftsinhabern und Eigentümern schwer, ihr Unternehmen an die nächste Generation weiterzugeben – verständlich, meist steckt ja auch das ganze Herzblut im eigenen Betrieb. Nichtsdestotrotz ist es essenziell, sich frühzeitig über die Nachfolge Gedanken zu machen.

Früher oder später wird nämlich der Zeitpunkt kommen, an dem es neue Ideen und einen frischen Wind im Unternehmen braucht. Verpassen Sie diesen Zeitpunkt, so setzen Sie damit die Zukunft Ihrer gesamten Firma aufs Spiel. 

Das bedeutet nicht, dass die Unternehmensübergabe schon im nächsten Jahr stattfinden muss. Vielmehr geht es darum, sich auf die bevorstehende Situation vorzubereiten und alle wichtigen Fragen abzuklären. Bereits die folgenden drei grundlegenden Fragen werden Sie einige Zeit lang beschäftigen – und dann steht der Prozess der Übergabe erst noch bevor! 

  • Wer übernimmt die Nachfolge? 
  • Wann wird das Unternehmen übergeben? 
  • Was muss bis dorthin noch erledigt werden? 

Erfolgsfaktoren für die Unternehmensübergabe

Unternehmensübergaben bergen einige Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Dabei ist dieser Schritt in der Entwicklung einer Firma für alle Beteiligten von großer Bedeutung und stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft

Vergessen Sie bei den folgenden Tipps nie: Kommunikation ist das A und O! Wer nicht kommuniziert, kann nicht auf die Wünsche des anderen eingehen und eventuelle Unklarheiten aus dem Weg räumen.

Tipp #1: Externe Hilfe in Anspruch nehmen 

Um Familienstreitigkeiten zu vermeiden, ist es am besten, bei diversen Bereichen externe Personen zu Rate zu ziehen. Dabei sollte es sich um eine möglichst erfahrene, aber ebenso neutrale Person handeln, damit die Interessen beider Parteien bestmöglich vertreten sind. 

Externe Beratung hilft zudem, im Prozess keine wichtigen Schritte zu übersehen. Wussten Sie beispielsweise, dass es für Geschäftsinhaber und solche, die es noch werden, durchaus wichtig sein kann, auch eine Ablebensversicherung abzuschließen

Tipp #2: Nachfolge frühzeitig abklären

Bei einem kleinen Familienunternehmen ist die Verlockung groß, die Firma innerhalb der eigenen Familie weiterzugeben. Nicht immer haben die Kinder jedoch Interesse daran, sondern verfolgen andere Pläne. Klären Sie daher ab, ob es potenzielle Nachfolger im Familienkreis gibt, oder ob externe Personen bzw. qualifizierte Mitarbeiter in Frage kommen. In jedem Fall ist es wichtig, dass die gesamte Familie hinter der Entscheidung steht.

Tipp #3: Erwartungen austauschen 

Oft weichen die Erwartungen des Geschäftsinhabers zu sehr von den Erwartungen des Nachfolgers ab. Treten diese Probleme innerhalb einer Familie auf, ist es schwierig, die Differenzen anzusprechen und die unterschiedlichen Bedürfnisse einander anzugleichen. Umso wichtiger ist es, früh genug mit dem Austausch zu beginnen und so sicherzustellen, dass beide Parteien auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. 

Tipp #4: Gemeinsamen Fahrplan erstellen

Nur weil ein Unternehmen innerhalb der Familie weitergegeben wird, heiß das nicht, dass es keinen Vertrag oder anderweitige schriftliche Dokumentationen braucht. Ganz im Gegenteil! Achten Sie stets darauf, Besprochenes schriftlich festzuhalten und damit einen gemeinsamen Fahrplan zu schaffen. Kommt es zu einem späteren Zeitpunkt zu Unstimmigkeiten, haben Sie so immer noch die Option, auf diesen Fahrplan zurückzugreifen.

Tipp #5: Zeitrahmen definieren 

Prinzipiell sollten Sie in etwa 5 Jahre einplanen, sodass sich jeder auf die Nachfolge vorbereiten kann. Damit sich die Unternehmensübergabe jedoch nicht unnötig in die Länge zieht, ist es ratsam, einen fixen Zeitrahmen zu definieren. Legen Sie fest, zu welchem Zeitpunkt die Übergabe abgeschlossen wird und stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten damit einverstanden sind. 

Tipp #6: Wissen aneignen 

Dieser Punkt betrifft vor allem die Nachfolger. Geschäftsinhaber zu sein wird mit der zunehmenden Digitalisierung und dem gesellschaftlichen Wandel immer komplexer. Da ist es ganz normal, dass man als angehender Inhaber noch nicht alles weiß und in diversen Bereichen Lernbedarf besteht. Die digitale Transformation im Vertrieb stellt eine große Herausforderung dar. Aber auch dafür gibt es die Möglichkeit von Trainings und Weiterbildungen.

Die Zeit bis zur Übergabe ist die ideale Gelegenheit, Wissenslücken zu schließen und sich auf die neuen Tätigkeiten vorzubereiten. Als Firmeninhaber kann und sollte man hier durchaus unterstützend zur Seite stehen und sein eigenes Know-how mit dem Nachwuchs teilen. 

Tipp #7: Unternehmensübergabe kommunizieren

Eine Unternehmensübergabe betrifft nicht nur den Inhaber und seinen Nachfolger. Die Mitarbeiter gehören ebenso zum Betrieb und sollten über die Pläne informiert werden. Daher ist es essenziell, dass diese auf dem Laufenden gehalten werden und keine Unsicherheiten oder Ängste entstehen. Ebenso ist die Kommunikation nach außen hin von großer Bedeutung, damit Ihr Firmenimage nicht aufgrund fehlender Informationen Schäden davonträgt. 

Fazit: Mut zum Wandel

Auch wenn Loslassen schwer ist, so ist es doch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Unternehmens. Frühzeitige Planung und ein strukturierter Prozess erleichtern die Übergabe und stellen sicher, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Mit den oben genannten Tipps steht Ihrer Unternehmensübergabe nun nichts mehr im Weg!  (Gastartikel)

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