Als Führungskraft Ziele schneller erreichen – Führungskräftetraining

Sind Sie auch schon einmal vor folgender Frage gestanden:
„Warum sind Themen, die ich an meine Mitarbeiter kommuniziere, so in der Praxis nicht wieder zu finden?“ Im übertragenen Sinne – „Ich kommuniziere den Wunsch von einem Haus und bekomme einen Holzschuppen…“ 😉

Ein kleiner Trost: Mit dieser Beobachtung und Herausforderung sind Sie nicht alleine!

In meiner täglichen Arbeit als Führungskräfte-Trainer, als Verkaufstrainer und im Coaching bei Menschen im Vertrieb, werde ich immer wieder mit dieser Form von Abweichung im Führungsverhalten konfrontiert. Warum wird meine grandiose Idee nicht aufgenommen und im Sinne des unternehmerischen Erfolges umgesetzt? Warum kann ich mich diesbezüglich nicht durchsetzen und stoße immer wieder auf nicht erklärbare Widerstände?

Um Ihnen bei der Beantwortung dieser Fragen weiterzuhelfen bzw. zusätzliche Denkanstöße zu vermitteln, nähere ich mich diesem Thema über vier potenziellen Fehlerquellen. Es ist ein Auszug vieler Möglichkeiten, jedoch habe ich mich auf die vier wesentlichen Aspekte konzentriert.

Fehlerquelle 1: Die Reflexion meiner eigenen Führungsstärke

Leider altbewährt und unerlässlich: „Die eigene Reflexion darüber ob ich es wirklich will!“

Mitarbeiter spüren, ob Sie es wirklich ernst meinen und an Ihre Sache glauben. Der geringste aufkommende Zweifel lässt Ihr Projekt schon von Anfang an schlecht starten.

Können Sie Ihre Vorhaben auch mit genug Selbstbewusstsein und Glaubwürdigkeit sprachlich umsetzen oder dominiert bereits die Unsicherheit ob es auch klappen wird? Sie benötigen die uneingeschränkte Motivation und Zuversicht, um die Mannschaft hinter sich zu bekommen.

TIPP: Sind Sie dazu nicht in der Lage, dann übertragen Sie die Hauptverantwortung an jemanden Anderen, der dazu in der Lage ist und lassen Sie die Finger davon. Stellen Sie sich bewusst in die 2. Reihe!

Fehlerquelle 2: Ihr Team für die Umsetzung

Verfügen Sie uneingeschränkt über die oben beschriebenen Fähigkeiten, dann sind Sie ein „Leader“ und können jedes Team mitziehen. Vielleicht geht es nicht immer ganz schnell oder effizient, aber Sie kommen Ihrem Ziel schon sehr nahe.

Haben Sie die Verantwortung für das Projekt übernommen und Sie kommen trotzdem mit dem bestehenden Team nicht weiter? Dann wechseln Sie einfach das Team!

Wenn Sie Ihr Ergebnis nicht erreichen, können Sie gerne nach Ablauf des Projekts Ihrem Vorgesetzten erklären warum Sie gescheitert sind. Es wird Ihn leider nur wenig interessieren. Haben Sie sich für eine Führungsfunktion entschieden, dann sind Sie auch für die Ergebnisse verantwortlich. Punkt!

Falls Sie nun denken, ein Team zu wechseln ist leichter gesagt als getan, dann antworte ich Ihnen: „Sie benötigen bei der Arbeit mit dem falschen Team mehr Energie und Nerven, mit zusätzlicher Aussichtslosigkeit auf Erfolg, als gleich von Anfang an eine unpopuläre, aber notwendige Maßnahme zu setzen!“

Einige TIPPS bei der Arbeit mit dem „richtigen“ Team:

Ihr Stellvertreter im Team kann nur jemand sein, der Ihre Ansichten, Ziele und Visionen teilt und auch über die Fähigkeiten verfügt, dieses Projekt alleine zu bewältigen. Nehmen Sie Ihr Ego aus dem Spiel!  Und seien Sie in der Lage Erfolge auch teilen zu können – es wird Ihnen zu zweit immer besser gelingen als alleine.

Verschaffen Sie Ihren Teammitgliedern von Anfang an Erfolge. Lob unterstützt dabei die Motivation enorm.

Viele Führungskräfte machen einen großen Fehler. Sie loben (wenn überhaupt) erst bei größeren Ergebnissen oder Zwischenschritten. Welche Gefahr besteht darin? Vielleicht kommen Sie gar nicht so weit und der Frust tritt schon vorher ein. Dann benötigen Sie noch mehr Energie um überhaupt in Fahrt zu kommen.

Loben Sie positive Verhaltensweisen der Mitarbeiter, denn diese sind von Anfang an beeinflussbar.

Fehlerquelle 3: Zu wenig Zeit

Meist werden Projekte in bestehende Betriebsabläufe integriert und mit engen Zeitvorgaben gekoppelt. Ihr Problem als Führungskraft: Sie nehmen sich einen zu engen Zeitplan vor.

Ihre Teammitglieder müssen auch eine realistische Chance haben erfolgreich zu sein. Kappen Sie diese Möglichkeit nicht indem Sie ein ganz enges Zeitkorsett vorgeben. denn dadurch steigt von Anfang an nur die Skepsis Ihrer Teammitglieder.

DENN: Was Sie sicherlich nicht hören wollen:

  • Er hat sich mit diesem Projekt wieder über den Tisch ziehen lassen und wir können die Sache irgendwie ausbügeln.
  • Ich fühle mich gegenüber der oberen Führungsebene durch meinen Vorgesetzten schlecht vertreten.
  • Er hat anscheinend nicht den Hauch einer Ahnung was sich in der Praxis wirklich abspielt.

Hier kontern manche Führungskräfte mit einem klassischen Spruch: „Unter Druck entstehen Diamanten!“ Meine Antwort darauf: „Wie lange fahren Sie mit Ihrem Auto im roten Drehzahlbereich, bevor es eingeht?“

Eine exzellente Führungskraft kennt die Leistungsbereitschaft seines Teams und sorgt für optimale Rahmenbedingungen, um diese Leistung auch abzuholen.

Fehlerquelle 4: Preis, Wert und der Nutzen einer Sache

Damit sich Ihre Vorstellungen auch in der Praxis wiederfinden, sollten Sie diesem Punkt mit besonderer Achtsamkeit begegnen.

Ihr persönlicher Preis ist Hingabe, Leidenschaft, Durchsetzungsvermögen und Ausdauer (denken Sie an Marcel Hirscher). Sie benötigen Konfliktbereitschaft, Empathie und ein gesundes Maß an Egoismus, um Ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Weiters benötigen Sie grenzenloses Grundvertrauen in Ihr Team, ein fröhliches Gemüt auch in schlechten Zeiten und eine große Portion Optimismus – all diese Eigenschaften sollten leicht von der Hand gehen.

Der Wert spiegelt sich in Ihrem Engagement und in jenem der Teammitglieder wider. Ist der Wert einer Sache zu gering, vermindert dies den Einsatz und die Bereitschaft dafür auch Opfer zu bringen. Halten Sie diesen Wert für die Sache immer hoch und manifestieren Sie diesen hohen Wert immer wieder in den Köpfen Ihrer Mitstreiter.

Der Nutzen definiert sich über die Frage „Was habe ich davon?“ und ist an den Wert dieser Sache gekoppelt. Was hilft ein hoher Wert, wenn ich als Teammitglied nichts davon habe? Es hilft aber auch nichts, wenn ich vom Wert etwas habe, die Sache jedoch einen sehr geringen Wert entspricht.

TIPP: Verwenden Sie vor jedem Start eines Projektes viel Zeit damit herauszufinden welchen Nutzen Ihr Team vom Einsatz und der Zielerreichung hat und wie Sie den Wert der Sache noch weiter erhöhen können.

Legen Sie Ihren Fokus auf soziale Statements wie Gemeinsamkeit, gegenseitige Unterstützung und Anerkennung, zelebrieren Sie gemeinsam Erfolge, sorgen Sie für Spaß, Freude und Abwechslung und fordern Sie den Zusammenhalt ein.

Das Wichtigste zum Schluss: Zerbrechen Sie sich in erster Linie darüber den Kopf, wie Sie ihr Team schnell erfolgreich machen, denn dann sind Sie es auch!

Zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis: Am 22. März 2019 startet unser Führungskräfte-Lehrgang FIVE. Nähere Information dazu erhalten Sie entweder direkt bei mir 0664-9214163  oder unter diesem LINK

Björn R. Horina, Senior Trainer bei MiV

PS: Kennen Sie schon unser Online-Video-Coaching „Sales-Coaching2go“ ? Da können auch Sie sich als Führungskraft einfach und kostengünstig beraten lassen.

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