Branding seit über 2000 Jahren

Geheiligt sei der Name  …

Im Vergleich zur Kirche sind Marken wie Coca-Cola, Google, Apple, Microsoft und Amazon blutige Anfänger. Denn die katholische Kirche beherrscht das Branding meisterhaft. Und praktiziert das schon seit über 2000 Jahren. Obiges Bild, ein Schnappschuss aus dem Vatikan zeigt, dass man auch ein Absperrband perfekt für Werbung und Markenbildung verwenden kann.

Der Medienphilosoph Bruno Ballardini vertritt in seinem Buch „Jesus wäscht weißer“ sogar die These, dass die heilige Mutter Kirche alle wesentlichen Elemente des modernen Marketings erfunden hat. Dazu zählen unter anderem auch:

  • ein einzigartiges Produktversprechen plus enge Kundenbindung – „du sollst neben mir keine anderen Götter haben“,
  •  unzählige Testimonials, die die Markenbotschaft unaufhörlich verbreiten, erst Jesus, dann die Aposteln, die Kirchenväter, die Päpste und auch viele (Schein-)Heilige,
  • das Kreuz, ein zum „Heilssymbol“ umgedeutetes Folterinstrument – ein einprägsames und perfektes Markenzeichen, (gibt´s Millionenfach als Kopie),
  • und nicht zuletzt ein offensichtlich attraktives, haltbares und reklamationsfreundliches Produktversprechen: „Erlösung lässt sich immer wieder erlangen, wenn auf die Sünde die Beichte folgt“.

Auch wenn man der katholischen Kirche skeptisch gegenübersteht, eines lässt sich nicht verleugnen: Sie ist und bleibt eine starke Marke, die je nach Charisma und Auftreten ihres Papstes, an (Medien-)Präsenz gewinnt. Vom Markenversprechen – Sicherheit, Entlastung, Beständigkeit – bis zum Corporate Design stimmt, und darin sind sich auch Marketingexperten einig, einfach alles.

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