Gastartikel: Hohes Einkommen im Vertrieb – richtig investieren

Drei sinnvolle Möglichkeiten wie man richtig investiert, um im Vertrieb zu hohem Einkommen zu gelangen

Vertriebler werden auch heute noch häufig mit einem Fixgehalt plus Provision bezahlt. Teilweise zeigt sich die Provision in einer höchst angenehmen Höhe, sodass sich die Frage stellt, wie diese gut investiert werden kann. Wie lassen sich Zusatzverdienste wie Provisionen oder Boni gut anlegen und nutzen?

Dieser Artikel gibt drei Beispiele an die Hand.

Abbildung 1: In guten Monaten für magere Zeiten vorsorgen – eine gute Option. Bildquelle: @ Markus Spiske / Unsplash.com

Notreserve aufbauen

Diese Option ist stets sinnvoll. Jeder kennt die Problematik, dass gerade dann Geräte einen Defekt aufweisen und zugleich das Auto repariert werden muss, wenn die finanzielle Lage dünn ist. Aber was ist bei der Reserve wichtig?

  • Zugang vor Rendite – natürlich ist es sinnvoll, wenn die Anlageoption auch ein paar Zinsen bietet. Doch der einfache, straffreie und direkte Zugang zum Geld ist das wichtigste Element. Ein Notgroschen muss ständig verfügbar sein. Im Ernstfall hilft es nicht, wenn erst umständlich Geld abgerufen, umgebucht oder gar angefragt werden muss.
  • Möglichkeiten – ein simples Sparkonto kann sich ebenso eignen wie ein Unterkonto, welches auf dem Girokonto eingerichtet wird. Auch Tagesgeldkonten sind durchaus interessant, zumal hier die Verzinsung im Rahmen der aktuellen Situation höher ist.

Bei der Notreserve handelt es sich nicht um eine moderne Anlageoption, sondern schlichtweg darum, Geld in der Hinterhand zu haben.

Teure Schulden ablösen

Besteht aktuell noch ein teurer Kredit oder wird der Überziehungsrahmen des Kontos genutzt? Gerade im letzten Fall lässt sich die Provision gut nutzen, denn der Dispo ist teuer und eine Umschuldung lohnt sich in jedem Fall. Aber wie geht das?

  • Geldeingang abwarten – die Ablöse des Dispos ist denkbar einfach. Sie geschieht schlichtweg mit dem Eingang der Provision. Jeder Geldeingang gleicht den Dispo stückweise oder komplett aus.
  • Bei Krediten – besteht noch ein teurer Kredit, ist ein Kreditvergleich notwendig. Die neue Kredithöhe wird um die Provision gekürzt, sodass die Schulden geringer werden. Umschuldungskredite sind zu günstigen Konditionen erhältlich, zumal die heutigen Zinsen weitaus niedriger sind als noch vor einigen Jahren.

Ist das Konto so tief im Dispo, dass die Provision nicht ausreicht, so sollte sie dennoch zum teilweisen Ausgleich verwendet werden. Für die restlichen Schulden gilt: Statt dem teuren Dispo einfach einen Ratenkredit als Überbrückung aufnehmen und die Restschuld abtragen. Wieder sind die Zinsen des neuen Kredits geringer als die des Dispo, zudem fällt es den meisten Menschen einfacher, monatlich feste Kreditraten zu begleichen und nicht im Kopf Geld zurückzubehalten, um den Dispo abzustottern.

Vermögensaufbau in Angriff nehmen

Wirklich Geld anzulegen, ist immer eine sinnvolle Möglichkeit. Gerade der Aktienhandel ist dank Neobrokern so einfach, wie noch nie zuvor. Allerdings gilt hier, dass sich Neu-Aktionäre schon für die Börse interessieren müssen, denn die Apps sind zwar einfach bedienbar, sie erfordern aber auch ein gewisses Grundwissen. Doch auch für diejenigen, die sich persönlich nicht mit der Börse befassen möchten, gibt es gute Lösungen:

  • ETF – sie gibt es als Sparplan, sodass monatlich ein fester Betrag in den ETF gehen kann. Bei einem ETF handelt es sich um ein Börsenabbild eines Landes, einer Region oder auch der Welt. Investoren erhalten über den Sparplan einen Anteil an allen Aktien, die in dem jeweiligen Pool liegen – teils über 1.500 Stück. Der Vorteil ist, dass durch die Masse an Unternehmensaktien einzelne Ausfälle gar nicht auffallen. Viele ETF-Sparpläne sind zwar auf Dauer angelegt, doch können sie stets kostenlos aufgelöst werden, sodass das Geld genutzt werden kann.
  • Fonds – letztendlich lässt sich auch in Fonds investieren. Vorab sollten sich Anleger jedoch über die Assets informieren, denn es gab in der Vergangenheit immer wieder Problemfonds, die den Anlegern Geld kosteten, aber nie Geld zurückgaben.

Wichtig bei allen Anlagen ist, sich die Angebote genau anzuschauen und auf die Gebühren zu achten. Wer selbst Aktien handeln möchte, der braucht ein Depot, welches teils kostenlos ist, doch werden Bewegungen berechnet. ETF-Sparpläne gibt es meist direkt mit dem dazugehörigen Konto. Hier ist besonders darauf zu achten, dass das Geld zwischendurch notfalls abrufbar ist. Zugleich sollten die monatlichen Raten im Notfall ausgesetzt werden können.

Kein Ausschlussverfahren

Letztendlich sind diese drei Tipps für die Provision natürlich nicht ausschließlich zu sehen. Die Bildung des Notgroschens steht zwar grundsätzlich an der Spitze und hat absolute Priorität, doch beginnen viele ETF-Sparpläne bei zehn Euro im Monat. Die Investitionen lassen sich also gut miteinander kombinieren.

Wer noch Schulden hat, der sollte auf jeden Fall versuchen, sie gut umzuschulden oder über die Provision abzubauen. Gerade der Dispokredit ist im Vergleich zu anderen Krediten extrem teuer und sollte somit möglichst schnell abgetragen werden.

Reicht die Provisionszahlung nicht aus, doch kommt monatlich ein gewisser Provisionsbetrag rein, bietet es sich auch an, dieses Geld auf die Seite zu legen und dann gezielt eigenständig den Dispo umzuschulden. Wichtig ist nur, dass das Geld nicht direkt auf dem Konto liegt, sondern getrennt von ihm gelagert wird. So lässt sich sicherstellen, dass das nicht doch ausgegeben wird. Bei einem Umschuldungskredit darf keine Provision fiktiv für die monatlichen Raten berechnet werden – es ist nie gesagt, dass monatlich ein Bonus gezahlt wird. Aufgrund eines Bonus zu hoch berechnete Kreditraten könnten in dem Augenblick zum finanziellen Fiasko werden.

Abbildung 2: Auch die Ablösung teurer Kredite kann sinnvoll sein, wenn zusätzliches Geld zur Verfügung steht – dies lohnt sich oft beim Dispokredit. Bildquelle: @ Markus Spiske / Unsplash.com

Fazit – die Provision geschickt nutzen

Hohes Einkommen sollte möglichst geschickt investiert werden und in die Geldanlage fließen. Natürlich setzt das voraus, dass schon das Fixgehalt allein für die Lebensführung ausreicht. Der Abbau von Schulden und der Aufbau einer Notreserve sind weitere wichtige Faktoren, für die eine Provision sehr gut verwendet werden kann. Auch der Einstieg in Geldanlagen kann versucht werden. Je nach Angebot ist es immer möglich, verschiedene Investitionen miteinander zu kombinieren und beispielsweise je 30 Prozent in ETF und den Notgroschen zu investieren, während vierzig Prozent zur Seite gelegt werden, um den Dispokredit abzubezahlen.

Gastbeitrag von Felix Lindinger

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