TOP Karrierechancen im Vertrieb

 

Die wichtigsten Jobbezeichnungen und deren Karrierechancen im Vertrieb!

Nirgends sind die Chance auf eine Karriere so groß wie im Vertrieb. Wenn Sie über Fleiß, Struktur und gute Organisation, sowie ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten verfügen, stehen Ihnen alle Türen offen.
Wer mit einem Berufseinstieg im Vertrieb liebäugelt, sollte bei den Stellenanzeigen genauer hinschauen: Die Jobbezeichnungen für Mitarbeiter im Sales-Bereich sind sehr vielfältig. Hier erfahren Sie, welche Aufgaben und Chancen sich in der Regel hinter welcher Berufsbezeichnung im Vertrieb verbergen.

Key Account Manager (Account Manager)

Die Arbeit von Key Account Managern ähnelt der von Account Managern – mit dem Unterschied: Sie betreuen Groß- bzw. Schlüsselkunden oder besonders potenzialstarke Kunden. Diese Kunden sind meist Multiplikatoren oder in ihrer Unternehmensstruktur besonders komplex. Key Account Manager legen sehr viel Wert auf Kundenorientierung. Sie sind in der Regel Experten im Beziehungsaufbau und in der Beziehungspflege. Sehr oft agieren sie international, was eine hohe Reisetätigkeit mit sich bringt. Der Karriereweg liegt oft in der des absoluten Experten. Die langjährigen Beziehungen sind das Kapital eines Key Account Managers. Sehr oft wird dieses „Kapital“ auch bei Jobwechseln „mitgenommen“.

Sales Manager (Area Sales Manager, Gebietsverkäufer)

Hinter dieser Berufsbezeichnung liegt das Führen von Verkaufsgebieten bzw. -bereichen eines Unternehmens. Sales Manager sind in erster Linie dafür verantwortlich, dass sich Umsatz und Verkaufszahlen gut entwickeln. Dazu benötigen sie neben analytische Fähigkeiten, vor allem eine gute Selbstorganisation und ein sehr strukturiertes Vorgehen am Markt. Sie betreuen neben Bestandskunden, die gepflegt werden müssen, auch die aktive Marktbearbeitung und Gewinnung neuer Kunden. In der Regel verfügen sie über keine Mitarbeiterverantwortung. Kommunikationsstärke und kaufmännisches Wissen sind weitere wichtige Faktoren über die ein Sales bzw. Area Sales Manager verfügen soll. Sehr oft stellt diese Position das Sprungbrett zu einer (Personal-)Leitungsfunktion im Vertrieb dar.

Außendienst (Außendienst-Verkäufer)

Oft ist diese Bezeichnung nur die deutsche Form für Sales-Manager. In der Praxis ist der Unterschied häufig in der Verantwortung für das Gebiet. Sales Manager sind wesentlich stärker international tätig als Außendienst-Verkäufer, die in der Regel nur im deutschsprachigen Raum agieren. Auch die Größe des Arbeitgebers hat darauf Einfluss. Internationale Konzerne tendieren zu englischen Bezeichnungen im Gegensatz zu kleineren und regionalen Unternehmen.

Junior Sales Manager (Verkaufstalent, Sales-Talent)

Sie starten in den Vertrieb eines Unternehmens und sind zu Beginn oft in der Rolle eines „Lehrlings“ tätig. Dabei können sie sowohl für Bestandskunden als auch für neue Kunden zuständig sein. Oft begleiten sie in der Einführungsphase einen Sales Manager oder eine Vertriebs-Persönlichkeit. Eine gute Kommunikationsfähigkeit und die Eigenschaft „Menschen zu lieben“, sind Grundvoraussetzungen für diese Job. Natürlich ist es auch in dieser Position schon wichtig, sich in die Geschäftsprozesse der Kunden einzuarbeiten und ein Gespür für Veränderungen zu bekommen, um schnell reagieren zu können. Besonders die Kunst gut zuhören zu können und die Bedürfnisse des Kunden herauszufinden, unterscheiden echte Sales-Talente von „normalen“ Jungverkäufern. Aus vielen Verkaufstalenten sind schon große Unternehmer und Top-Manager geworden.

Verkäufer-Persönlichkeit (Vertriebs-Profi, Vertriebs-Persönlichkeit)

Meistens werden als Verkäufer-Persönlichkeit oder Vertriebs-Profis typisch „alte Hasen“ im Verkauf bezeichnet. Diese verfügen meist über jahrzehntelange Erfahrung im Verkauf. In der Regel sind diese Menschen nicht mehr so stark auf einen Karrieresprung aus. Sie leben Ihre Tätigkeit, profitieren durch ihre Erfahrung und ihre Beziehungen. Dabei fungieren sie oft als „Influencer“ oder informeller Berater für die Vertriebsleitung. Der Einfluss im Unternehmen ist dadurch meist sehr groß.

Verkaufsleiter (Gebietsverkaufsleiter)

Verkaufsleiter sind meist auf der mittleren Managementebene für die Führung lokaler Verkaufsteams verantwortlich, sind also damit auch Teamleiter und Führungskräfte. Meist lenken sie die Geschicke einer oder mehrerer Gebiete, mit bis zu 10 Mitarbeitern. Zu den Aufgaben gehört die Steuerung aller Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten. Es werden Markt- und Absatzziele erarbeitet und diese führen dann zu aktiven Verkaufsaktionen. Oft besteht die Aufgabe auch darin völlig neue Märkte zu erschließen. Verkaufsleiter, die mehrere Unternehmensstandorte betreuen, müssen mit einer erhöhten Reisetätigkeit rechnen. Verkaufsleiter ist kein „nine to five“ Job. Dafür punktet er mit einer enormen Bandbreite an Aufgaben und sehr guter Bezahlung, sowie Perspektiven am Arbeitsmarkt. Verkaufsleiter waren meistens sehr gute Sales-Manager. Obwohl Erfahrungen zeigen, dass der besten Verkäufer nicht gleichzeitig auch ein guter Verkaufsleiter ist.

Vertriebsleiter (Head of Sales, Sales Director)

Der Sales Director – zu Deutsch der Vertriebsleiter – leitet den kompletten Vertrieb. Zu seinen Aufgaben gehört die Planung, Steuerung und die Kontrolle der Vertriebsaktivitäten und der Vertriebsmitarbeiter, meist auch mehrerer Verkaufsleiter. Der Vertriebsleiter führt sein Team an Verkaufsführungskräften, motiviert es, fördert die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter und entwickelt das Team. Er sollte stets ein gutes Vorbild für seine Mitarbeiter sein und über eine entsprechende Qualifikation und Fachwissen verfügen. Dabei ist er wesentlich für den Erfolg und auch den wirtschaftlichen Ertrag seines Unternehmens verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehört die strategische Koordination des Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen nach außen und auch nach innen – oft auch als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Abteilungen wie z.B. Marketing, Technik, Produktion, Innendienst, Finanzen und Service. Im Gegensatz zum Verkaufsleiter, der eher mehr operativ tätig ist, liegt sein Schwerpunkt im strategischen. Hohe Eigenmotivation, Selbstorganisation, Selbständigkeit und die aktive Verfolgung von klar definierten Zielen sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Sehr oft ist diese Position im Vertrieb bereits auch in der Geschäftsführung angesiedelt.

Technischer Verkäufer

Der Beruf des technischen Verkäufers vereint mehrere Aufgaben, denn er ist für den Verkauf von technischen Produkten bzw. Dienstleistungen zuständig und fungiert gleichzeitig als Schnittstelle zwischen der Produktion und dem Verkauf. In dieser Position überzeugen Sie als echter Experte mit Ihrem technischen und wirtschaftlichen Wissen. Die produkttechnische Fähigkeit steht im Vordergrund. Sie verkaufen über Ihr Know-how, rational, und weniger über Ihre Beziehung, emotional. Dieser Job bietet Chancen in einer technischen Führungsposition, weil sie das fachlich, technische Wissen mit der notwendigen Kommunikationsfähigkeit verbindet.

Digital Sales Manager

Das wichtigste Arbeitsgerät für Digital-Sales-Manager ist der Computer. Nachdem der digitale bzw. Online-Verkauf immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind diese Personen sehr gefragt. Sie arbeiten vor allem mit komplizierten Verkaufs-Aufgaben – meist digital. Sie müssen komplexe Lösungen, einfach über den Computer darstellen und die Usability aus der Sicht des Kunden beurteilen können. Geduld und gute digitale Fähigkeiten, idealerweise mit Programmierkenntnissen und Wissen über die sozialen Medien, sind ein Muss für diese Arbeit. Derzeit sehr gefragte Jobs, mit guten Verdienstmöglichkeiten, aber geringeren Karrierechancen im klassischen Vertrieb.

Pre-Sales-Manager

Wie der Name schon sagt, liegt die Hauptaufgabe vor dem eigentlichen Verkauf: Pre-Sales-Manager beantworten Fragen potenzieller Kunden und Interessenten zum Produkt, zur Dienstleistung oder zur Technik und erstellen erste Angebote. Wenn der Kunde noch unsicher ist, unterstützen sie ihm, in der weiteren Entscheidungsfindung. Dazu ist es erforderlich, sich in die Lage zu versetzen,  komplexe Vorgänge zu erfassen und zu bewerten. Sie müssen sich eng mit dem Verkauf und dem Kundenservice abstimmen. Analytisches Denken und die Fähigkeit sich in den Kunden zu versetzen, gehören zu den beiden wichtigsten Eigenschaften. Die Karrierechancen liegen eher in einer leitenden Funktion im Innendienst als im Außendienst.

After-Sales-Manager

Im Gegensatz zum Pre-Sales-Manager kommt der After-Sales Manager dann zum Einsatz, wenn der Kauf bereits abgeschlossen wurde. Er betreut Bestandskunden und muss sie ans Unternehmen binden. Sein Ziel ist es, Kunden zu Up-, Crossselling oder Wiederholungskäufen zu bewegen. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit ist der wichtigste Faktor.  Menschenkenntnis, gutes Marketingwissen und vor allem die Fähigkeit „dienen zu können“ sind für diese Aufgabe am Wichtigsten. Die Aufstiegschancen sind meist begrenzt. Die Leitung der Abteilung After-Sales ist aber durchaus ein gutes Karriereziel.