Die Welt ändert sich

Die Welt ändert sich – wir müssen es auch

Die nächsten Wochen werden für alle Unternehmen zu einem entscheidenden Moment der Weichenstellung. Gelingt ihnen der Sprung in eine innovative Entwicklung, hin zu neuen, anderen Herangehensweisen? Oder bleibt nur der Ausweg im alten Tun, mit in Zukunft dann aber sicher noch härteren Wettbewerb im dunkelroten, „Red Ocean“? Die Zeit der Chancen für neue Wege ist gerade jetzt!

Zwei Fischer rudern über einen See und treffen zufällig einen anderen Fischer, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. „Guten Morgen, Kollegen“, begrüßt der eine die beiden anderen, „und, beißen die Fische heute?“
Die beiden heben die Hand und grüßen wortlos. Sie rudern gleichmäßig weiter. Nach einiger Zeit, sagt der eine zum anderen Fischer: „Sag mal, was zum Teufel sind Fische?“

Diese Geschichte von den Fischern erinnert uns nur daran, dass unterschiedliche Erfahrungen und Blickwinkel auch völlig unterschiedliche Sichtweisen der Welt verursachen können. Mitarbeiter – die über Jahre hinweg Erfahrungen in einem bestimmten Feld gesammelt haben – entwickeln eine Art „Tunnelblick“: Die Gefahr dabei liegt in der Unfähigkeit und auch im nicht wollen, etwas aufzunehmen, was außerhalb dessen liegt, was man bereits kennt.

Wenn in einem Unternehmen überwiegend Menschen arbeiten, die dieselbe Erfahrung in derselben Branche haben, eine ähnliche Ausbildung haben und auch noch das gleiche Erfahrungsspektrum aufweisen, dann ist leider nicht viel an Innovationen zu erwarten.

Durch die Coronakrise wurden nun aber viele wachgerüttelt. Die meisten Unternehmen mussten und müssen nach wie vor stark leiden. Sie sind eingebettet in Abläufe, die plötzlich unterbrochen wurden. Dadurch entsteht jetzt eine Phase der Instabilität – einige Unternehmen werden aufgeben müssen, die meisten werden wieder in ihren alten Trott zurückfallen – nur unter noch schwierigeren Rahmenbedingungen. Härter als je zuvor werden sie im dann noch stärker werdenden Wettbewerb ums Überleben kämpfen.

Diese generelle Veränderung wird in einigen Unternehmen aber auch zu einem neuen Denken führen: weg vom Herkömmlichen, weg vom „das haben wir immer schon so gemacht“, weg von der bis dato erfolgreichen und auf Erfahrungen beruhenden Strategie, hin zu einem disruptiven Tun.

Die neue disruptive Strategie dieser Unternehmen, wird auch in Bezug auf das Personal zu anderen Handlungsweisen führen.

So werden im Recruiting endlich auch Quereinsteiger im Vertrieb aufgenommen und werden nicht schon in der ersten Auswahlrunde, nach Sichtung der Lebensläufe, aussortiert. Diese disruptiven Unternehmen, die die Krise als Chance erkannt haben, werden ganz gezielt Bewerber suchen, die aus anderen Branchen kommen. Auch jene bei denen im Lebenslauf Brüche vorhanden sind.

Sie werden die Bezahlung nicht mehr nur an den „umfassenden Erfahrungen“ aufhängen. Die besonders Disruptiven werden genau die Querköpfe und Querdenker suchen, von denen man bis dato lieber die Finger gelassen hat.

Daneben werden auch neue Formen der Zusammenarbeit entstehen. Teams werden nicht nur mehr am Papier existieren oder sich einmal im Jahr alibimäßig mit der Führungscrew zu einem Teambuilding-Workshop treffen, wo alle für einen Tag unter Betreuung eines Teamcoachs die Gemeinsamkeit zelebrieren.

Echte Teams werden gebildet, wo der Außendienst mit dem Innendienst wirklich in einem Boot sitzt. Das berühmte „Freudegefälle“ zwischen den „Starverkäufern“ mit hohen individuellen Einzel-Provisionen und der „administrativen Kraft“ mit Mindestlohn wird ersetzt durch erfolgsorientierte Teamentlohnungen, wo jeder die Chance hat, am Erfolg mitzupartizipieren.

Erfolg wird in diesen innovativen Unternehmen neu definiert. Eine gemeinsame „Erfolgswährung“ wird gefunden. Und der Clou daran, jeder Einzelne weiß, wie er dazu beitragen kann, diese Erfolgswährung zu steigern. Auch das Berichtswesen ist, durch intelligente Software-Lösungen, von Transparenz und Offenheit gekennzeichnet.

Nach dem Crashkurs im Online-Working und Homeoffice-Arbeiten, wird sich das Digitale endgültig aus der Zukunft in die Gegenwart verlagern. Aber immer nur als sinnvolle Ergänzung, ohne den menschlichen Faktor in den Hintergrund zu drängen – aber nur bei den disruptiven Unternehmen.

Vielleicht hatte das Virus auch was Gutes! Zumindest für jene Unternehmen, die die Zeichen erkennen und die Chancen nutzen.

Mit Inspirationen von Förster & Kreuz

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