Mitarbeiterbindung in Unternehmen

Mitarbeitergewinnung und -bindung als Überlebensfrage

Der derzeit wahrscheinlich größte Schmerz von Unternehmen!

Um in Zukunft zu überleben, müssen sich Unternehmen verändern. Insbesondere in ihrer Personalpolitik. Doch viele Firmen haben die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt.

Das Management in den meisten Branchen sieht täglich wie schwer es ist, neue Mitarbeiter zu finden. Gleichzeitig steigt aber die Fluktuationsrate bei den bestehenden Mitarbeitern besorgniserregend an. Laut AMS betrug die Fluktuationsrate 2019 in Österreich im Durchschnitt 50 %.

Gerade in der Personalpolitik gilt es, einen dynamisch-stabilen Kurs zu fahren, bei dem sich zwischen große Veränderungen, Phasen mit kleinen Schritten schieben, in denen auch improvisiert werden kann. Das hält nicht nur die Veränderungsschmerzen in Grenzen, sondern sichert vor allem auch die aktive Beteiligung aller Mitarbeiter.

In den vergangenen zehn Jahren befassten wir uns intensiv damit, wie Firmen ihre Personalpolitik verändern sollen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Dabei sind wir auch zu einem widersprüchlich wirkenden Entschluss gekommen: Wenn Unternehmen sich in der Mitarbeiterpolitik mit Erfolg wandeln wollen, dürfen sie keinen permanenten Wandel anstreben. Stattdessen sollten sie zwischen größere Veränderungen, auch Perioden kleinerer, organischer Veränderungen einbauen.

Welche Faktoren sollten Sie zwingend in Ihrer Personalpolitik beachten?

oder 5 Lösungsansätze für eine professionelle Mitarbeitergewinnung und nachhaltigen Mitarbeiterbindung.

1. Bauen Sie eine aussagekräftige Karriereseite auf Ihrer Webpage

Eine Karriereseite für das eigene Unternehmen ist eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Recruiting und wichtig, damit Sie Ihre Arbeitgebermarke bestmöglich präsentieren können. Nicht alle Unternehmen erkennen die Bedeutung einer aussagekräftigen Karriereseite an und stecken dementsprechend nicht ausreichend Zeit in die Entwicklung. Kein ansprechendes Bild und umfassende Informationen zum Unternehmen, kombiniert mit fehlenden Ansprechpersonen, führt zu ziellosem “Geklicke” und abgebrochenen Bewerbungen.

Die folgenden Fragen stellen sich die Bewerber meistens, wenn sie darüber nachdenken, ob Sie sich bei Ihrem Unternehmen bewerben sollen:

  • Passt das Unternehmen zu mir?
  • Gibt es beim Unternehmen Jobs, die zu mir passen?
  • Wie kann ich mich dort bewerben?
  • Reicht ein Social-Media-Profil oder muss es eine komplette Bewerbung sein?
  • Wie läuft der weitere Prozess?
  • Wo stehe ich gerade im Prozess?
  • Was sind die Aufgaben bzw. Anforderungen des Jobs? Passe ich dazu?
  • Entspricht der Job wirklich meinen Erwartungen?
  • Werde ich wirklich gefordert und sehe ich einen Sinn in dieser Arbeit?
  • Lohnt es sich, für diesen Job meinen Arbeitsplatz zu wechseln?
  • Wie sind das Umfeld und die Kultur im Unternehmen?
  • Wer sind meine Vorgesetzten?
  • Wer meine Kolleginnen und Kollegen?

Idealerweise bekommen die Bewerber auf der Karriereseite darauf bereits eine Antwort.

2. Installieren Sie einen kompetenten und klaren Bewerbungs- und Onboarding-Prozess

Die Zeit von der Bewerbung über das Bewerbungsgespräch bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn und die ersten Tage und Wochen im Unternehmen sind aus­schlaggebend für einen erfolgreichen Start der neuen Mitarbeiter. Diese Zeit bestimmt, ob die Bewerber sich im neuen Job wohl fühlen und dem Unternehmen langfristig treu bleiben. 

Wer ist mein Ansprechpartner? Wie komme ich an den Server? Und was sind eigentlich meine Aufgaben? Zum Start in einen neuen Job stellen sich den Bewerbern bzw. neuen Mitarbeitern viele Fragen.

Beantworten Sie diese mit einem strukturierten und professionellen Prozess. So spiegeln Sie Sicherheit und Kompetenz Ihres Unternehmens wider.

3. Entlohnen Sie mit einer transparenten und teamorientierten “Erfolgswährung

Gerade in diesem Punkt stellt sich die Praxis wie folgt dar: “Die Vergütung demotiviert, anstatt zu motivieren.”

Entwickeln Sie deshalb eine transparente, klare und motivierende Vergütung und steigern Sie damit obendrein noch Ihren Gewinn.

Sie sagen, das ist nicht möglich! Doch, wir zeigen Ihnen viele Beispiele aus der Praxis, wo sich durch diesen Punkt, nicht nur die Motivation steigern ließ, sondern auch die Fluktuation in diesen Unternehmen stark zurückgegangen ist.

4. Führen Sie regelmäßige “Bleibe-Gespräche” mit allen Mitarbeitern

Wollen Sie, dass gute Mitarbeiter Ihr Unternehmen nicht verlassen, dann liegt es an Ihnen, dies durch regelmäßige Mitarbeiter-Gespräche, besser noch durch aktive “Bleibe-Gespräche”, zu verhindern. Das klingt ganz nett, hat aber einen klaren Fokus. Ihre Mitarbeiter sollen sich geschmeichelt fühlen, wenn Sie als Verantwortlicher des Unternehmens, den Wert Ihrer Arbeitskraft eine echte Aufmerksamkeit entgegen bringen.

Nutzen Sie die ehrliche Kommunikation zu Ihren Mitarbeitern – so wertschätzend wie möglich, so oft wie notwendig.

5. Trennen Sie sich von toxischen Mitarbeitern

Als toxische Mitarbeiter werden Personen bezeichnet, die ein demotivierendes und unzufriedenes Verhalten am Arbeitsplatz an den Tag legen und dieses Verhalten auch auf andere Teammitglieder übertragen. Nicht nur schädigen solche Mitarbeiter, aufgrund ihrer frustrierenden Einstellung, ihre eigene Produktivität und Arbeitsleistung, sondern auch andere werden durch dieses Verhalten negativ beeinflusst.

Suchen Sie das Gespräch und verweisen Sie auf mögliche Konsequenzen.

Machen Sie diese ganz klar und sollten auch sich das Verhalten nicht ändern, dann ziehen Sie die Reißleine.

Denn Ihre Geduld hat irgendwann ein Ende und Sie müssen akzeptieren, dass sich einige Personen nie ändern werden. Lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!


Wer kennt nicht das Mantra “Verändern oder zu Grunde gehen”? Mag es vielleicht mittlerweile abgedroschen klingen – wie bei mancher überkommenen Vorstellung ist gerade hier in der Personalpolitik etwas Richtiges daran.

Sie möchten mehr darüber erfahren?

Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf. Wir zeigen Ihnen Lösungsansätze für Ihr Unternehmen.

Dies könnte Sie auch interessieren

Vertrieb – ja/nein? Was man als Einsteiger:in wissen sollte!

Resilienz – Stress im Verkauf reduzieren

Ihr Weg zur erfolgreichen Bewerbung – Teil 2

Ihr Weg zur erfolgreichen Bewerbung – Teil 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.