Komplexe Workshop-Situationen erfolgreich managen

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Am 25. September, nächste Woche Dienstag, findet in Wien der erste B2B-Vertriebskongress, veranstaltet vom WEKA-Verlag in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Österreichischer Vertriebsmanager (VÖVM), statt. Die Geschäftsführer von Menschen im Vertrieb werden dabei als Referenten eine Break-Out-Session zum Thema „Recruiting im Vertrieb“ durchführen.

Die Aufgabe diese Break-Out-Session kurz nach der Mittagspause, 2-mal mit ca. 20 Teilnehmern durchzuführen, stellte uns vor eine größere Herausforderung. Was machen wir so kurz nach dem Mittagessen, damit die Teilnehmer nicht abschalten, einen Mehrwert aus der Veranstaltung mitnehmen und sich aktiv beteiligen? Und das alles in maximal 45 Minuten pro Gruppe, in den zweiten 45 Minuten folgen die nächsten 20 Teilnehmer.

In der Vorbereitung auf diese Veranstaltung erinnerten wir uns einer Workshop-Methode, die wir vor einigen Jahren schon sehr erfolgreich durchgeführt hatten. Auf Basis dieser sogenannten SPEED-WINTEGRATION, entwickelten wir ein Setting, das in sehr kurzer Zeit von allen Teilnehmern ein Höchstmaß an Konzentration und Mitarbeit erfordert und einen hochwertigen Output für alle Beteiligten liefert. Diese Workshop-Methode kann branchenunabhängig zur Bearbeitung aller komplexen Herausforderungen genutzt werden, wie zum Beispiel zur strategischen Neuausrichtung, zum Change Management, für kulturelle Veränderungen, für tiefe strukturelle Veränderungen, sowie für die Findung von Innovation und Ideen oder zur Konfliktlösung in Teams.

Wie funktioniert diese SPEED-WINTEGRATION am Beispiel dieser Break-Out-Session?

Zuerst teilen wir die Teilnehmer in zwei Gruppen, in eine rote und eine blaue Gruppe, mit jeweils 10 Teilnehmern ein. Die Teilnehmer der roten Gruppe sind im ersten Durchlauf „Diskutanten“, die Teilnehmer der blauen Gruppe „Kritiker“. Die Diskutanten sitzen im Halbkreis rund um ein Flipchart mit dem Moderator. Die Kritiker sitzen dahinter, mit der Aufgabe die Diskussion zu beobachten und Stärken bzw. Schwächen der Diskussion zu dokumentieren.

Ein sehr straffer Zeitplan (Dauer maximal 20 Minuten) ist strikt einzuhalten. Das Setting für den ersten Durchlauf dafür lautet:

  • 5 Minuten Diskussion
  • 2 Minuten Manöverkritik durch die Kritiker
  • 5 Minuten Diskussion
  • 2 Minuten Manöverkritik durch die Kritiker
  • 5 Minuten Lösungsvorschläge in Form von Maßnahmen durch die Diskutanten

Zu Beginn wird eine kurze AUSGANGS-SITUATION geschildert und mit einer  AUSGANGS-FRAGE vom Moderator in den Raum gestellt. Diese Vorgehensweise sieht für „Recruiting im Vertrieb“ wie folgt aus:

1- Erfolgreiches Recruiting im Vertrieb wird immer schwieriger. Vollbeschäftigung, demographischer Wandel und digitaler Vertrieb erschweren ein erfolgreiches Recruiting. FRAGEWas muss das Management in Unternehmen verändern, um auch 2022 noch erfolgreich zu rekrutieren?

Nach diesem ersten Durchlauf, in dem vorallem darauf geachtet wird, dass die dritten 5 Minuten dafür genutzt werden, konkrete Maßnahmen zu finden, erfolgt der zweite Durchlauf. Für diesen werden die Rollen getauscht. Dieses mal sind die „Blauen“ die Diskutanten und die „Roten“ die Kritiker. Die zweite Aufgabenstellung lautet:

2- In letzter Zeit ist verstärkt zu beobachten, dass bei neu rekrutierten Vertriebsmitarbeitern die Fluktuationsrate stark im steigen ist. FRAGE: Was kann das Management tun, damit in den ersten 12 Monaten das Onboarding von neuen Vertriebsmitarbeitern wieder erfolgreicher verläuft und die Fluktuationsrate sinkt?

Nach maximal 45 Minuten wird bei dieser Vorgehensweise sichergestellt, dass alle sich aktiv beteiligen und ein zählbares Ergebnis in Form von ganz konkreten Maßnahmen als Output feststeht. Bei einer höheren Anzahl an Teilnehmern, kann dieser Prozess noch um sogenannte „Beobachter“ ergänzt werden, die dann ihre Beobachtungen und Erfahrungen in einem nächsten Durchlauf in der Rolle des Diskutanten einbringen. Idealerweise ist bei einer größeren Teilnehmerzahl auch ein größeres Zeitbudget (mind. ½ Tag) vorhanden.

Die Vorteile dieser Speed-Wintegration als Workshop-Methode sind:

  • löst Probleme, die für herkömmliche Methoden nur schwer lösbar sind
  • schafft einen Konsens aus vorher möglicherweise unüberbrückbarem Dissens
  • mit großer Geschwindigkeit in kurzer Zeit (Sie erhalten einen zählbaren Output in extrem geringer Zeit)
  • durch maximiertes Nutzen des gesamten Wissens von mindestens 12 bis maximal 60 Teilnehmern
  • ideal durchführbar mit Schlüssel­‐Personen im Unternehmen
  • maximiert die Motivation, Umsetzungswille und „Vernetzung“
  • optimiert die Umsetzungseffizienz der erarbeiteten Lösungen
  • funktioniert zuverlässig und konfliktfrei
  • ohne große Bürokratie, nur ein bis zwei Moderatoren mit Flipchart sind notwendig

Wenn Sie nähere Fragen dazu haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme (+43 664-5362212). Gerne führen wir auch bei Ihnen eine Wintegration durch!

 

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